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Internetausdrucke


Ich bekomme in letzter Zeit häufig die Anfrage, ob nicht die Schriftgröße beim Ausdruck der Seiten vergrößert werden kann. Viele ältere Bürger können kaum lesen was auf dem Ausdruck steht. Fällt das nicht auch unter Barrierefreiheit?


Diskussionen

  • Michael Richert CVD ist dafür
    +2

    Wir sind zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, folgende Hinweise in unsere Bescheide aufzunehmen. Ja, der Anspruch schliesst unseres Wissens nach auch Ausdrucke aus Onlineveröffentlichungen mit ein:

    "Hinweis für blinde und sehbehinderte Menschen:

    Gemäß § 16 des Berliner Landesgleichberechtigungsgesetzes (LGBG) haben blinde und sehbehinderte Menschen ein Anrecht darauf, dass ihnen sämtliche Anträge zur Niederschrift abgenommen werden und Bescheide, öffentlich-rechtliche Verträge und Vordrucke zusätzlich in einer für sie wahrnehmbaren (barrierefreien) Form zugänglich gemacht werden, soweit dies zur Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren erforderlich ist.

    Wenn Sie gemäß § 16 LGBG eine barrierefreie Version eines Vordruckes/Bescheides wünschen. wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde bzw. Bearbeitungsstelle. In der Regel ist diese identisch mit der jeweils genannten Absender-/Kontaktadresse. Barrierefreie Fassungen können z.B. als Vergrößerungsdruck in Brailleschrift, in elektronischer Form oder als Hörversion erstellt werden."

    • BjoernUnte Moderation Projektgruppe
      +1

      Halt ich für keinen schlechten Hinweis. Nehm ich so mal mit in die Projektgruppe. Ist erstmal mit niedriger Priorität an BO weitergegeben.

      • Ich habe zu dem Thema noch die Verordnung über barrierefreie Dokumente in der Bundesverwaltung - VBD gefunden. Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben diese Verordnung auch explizit in Landesrecht übernommen. Für uns gilt sie mindestens insoweit, als wir bei unseren Amtshandlungen nach Bundesrecht tätig werden. Es ist nicht ganz leicht, herauszufinden, wie groß ein kontrastreicher Grossdruck eigentlich genau ausgegeben werden muss. Die Verordnung überlässt es jedem einzelnen Betroffenen, zu sagen, wie groß er es braucht. Dem würde wohl eine Druckausgabe mit vorheriger Skalierungsfunktion gut entsprechen.

        • Sylvia Lux CVD ist dafür
          +1

          Da barrierefreie Schriftgrößen bei 12 pt beginnen und Viele bei einer eingestellten Ansichtsgröße von 100% auch von anderen Dateien her eine entsprechende Größe und Lesbarkeit erwarten und gewohnt sind, sollte das Schriftbild bei Internetausdrucken nicht völlig von diesem Standard abweichen. Eine Anpassung der Druckoptionen ist daher weiterhin dringend erforderlich.

        • BjoernUnte Moderation Projektgruppe
          +1

          Nachfrage dazu an BerlinOnline am heutigen Tag.

          • BjoernUnte Moderation Projektgruppe ist dafür
            +1

            Die Schrift beim Drucklayout ist jetzt größer. Inhalt wird über komplette Seite dargestellt.